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Rang 2 beim Bundesliga-Finale

11.09.2018
Maximilian Schwetz (r.) (Foto: Rainer Trautmann)

«Immer, wenn man es am wenigsten erwartet!», schüttelte Maximilian Schwetz erfreut den Kopf, nachdem er beim Finale der Triathlon-Bundesliga in Binz auf Rügen einen überragenden zweiten Rang erzielt hatte. Mit diesem Ergebnis über eine Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen) sorgte der Sponser-Sportler auch für Rang zwei seines KiologIQ-Team Saar in der Tageswertung. Nach fünf Rennen mussten sich die Saar-Herren im Kampf um die Vize-Meisterschaft nur hauchdünn geschlagen geben und wurden hinter Buschhütten und Potsdam Dritter. Rang Drei holte sich Schwetz auch in der Gesamt-Einzelwertung der Liga, obwohl er nur vier der fünf Ligarennen bestritten hat.

Top-Resultat trotz vollem Trainingsplan
Im Ostseebad Binz musste sich der Wahl-Hesse allein dem Franzosen Anthony Pujades geschlagen geben und war von seinem Auftritt selbst überrascht. Da er noch einen Weltcup bestreiten will, hatte ihm sein Trainer Dan Lorang jegliche Pausen in der Woche vor dem Wettkampf gestrichen. 13 Einheiten standen in der Woche vor dem Bundesliga-Finale auf dem Programm. «Ich habe mich vor dem Rennen richtig schwer gefühlt», so Schwetz, «eigentlich habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gut gefühlt in der Woche, zumal ich erst am Sonntag davor eine harte Olympische Distanz beim Weltcup in Karlsbad absolviert habe», lacht er rückblickend.

Dafür erging es ihm in der Ostsee und rund um die Binzer Seebrücke umso besser. Beim Schwimmen war er gleich vorne platziert und setzte sich mit einem guten ersten Wechsel auch im vorderen Feld auf das Rad. Nach einer kurzen Phase des Sortierens befand sich Schwetz in einer sechs Athleten starken Ausreissergruppe, die sich letztlich fast eine Minute von den Konkurrenten absetzen konnte. «Der Radpart hat sich gar nicht so hart angefühlt, obwohl mir mein Radcomputer im Nachhinein verraten hat, dass das fast eine persönliche Rekordleistung war.»

«Alle anderen waren dann plötzlich weg…»
Beim Laufen entschloss sich Schwetz, mit dem starken Pujades erst einmal mitzugehen. «Ich hatte ehrlich gesagt keine allzu grosse Hoffnung, ihn auf lange Frist halten zu können.» Aber drei von vier Runden lang liefen die beiden Schulter an Schulter und es war klar, dass es um die Plätze eins und zwei ging. «Alle anderen waren dann plötzlich weg, also keine Gefahr mehr für uns. Ein tolles Gefühl, ohne besonders zu kämpfen plötzlich unter den ersten beiden zu sein und ein grosses Polster nach hinten zu haben», beschrieb Schwetz diese seltene Rennsituation. Zu Beginn der letzten Runde griff der Franzose dann an. «Ich konnte die Tempoverschärfung nicht ganz mitgehen und die entstandene Lücke von rund zehn Metern blieb bis ins Ziel konstant. Für Tempowechsel waren meine Beine vom Training dann doch zu erschöpft.» Dennoch verliess Schwetz die Insel Rügen mehr als zufrieden. «Ich habe nach dem Wettkampf sogar zwei trainingsreduzierte Tage von meinem Trainer erhalten.»

www.schwetz.info